Wärmepumpe in Berlin

Wärmepumpe in Berlin, richtig ausgelegt.

In Berlin heizen 43 Prozent aller Wohnungen mit Fernwärme, so viel wie in keinem anderen Bundesland. Viele Eigentümer glauben deshalb, eine Wärmepumpe sei hier kaum möglich oder nicht förderfähig. Beides stimmt nicht, und für den zweiten Punkt gibt es seit Juni 2026 eine klare Aussage des Senats.

  • Heizlast raumweise nach DIN EN 12831, keine Faustformel
  • Anmeldung bei Stromnetz Berlin übernehmen wir
  • Hydraulischer Abgleich mit VdZ-Protokoll für die KfW
  • Ausführung durch eingetragene Meisterbetriebe vor Ort
Luft-Wasser-Wärmepumpe auf Betonsockeln an der Hausfassade, Kiesbett unter dem Gerät
43 %der Berliner Wohnungen heizen mit Fernwärme, ein Anschlusszwang besteht trotzdem nicht
Vor Ort in Berlin

Altbau, Fernwärme, wenig Wärmepumpen: die Berliner Ausgangslage

Ein Viertel aller Berliner Wohnungen stammt aus der Zeit vor 1919. Auf Gebäudeebene sind es nur 15 Prozent, und dieser Unterschied ist aufschlussreich: Altbauten sind Mehrfamilienhäuser mit vielen Wohnungen, Einfamilienhäuser stehen eher in den Außenbezirken. Genau dort, in Steglitz-Zehlendorf, Reinickendorf, Treptow-Köpenick und Spandau, liegt auch der Fernwärmeanteil am niedrigsten. Fernwärme konzentriert sich stark: In Marzahn-Hellersdorf sind es 75 Prozent der Wohnungen, in Lichtenberg 67, in Tempelhof-Schöneberg dagegen nur 16 Prozent. Dort dominiert Gas mit 63 Prozent. Wärmepumpen kommen berlinweit auf 0,69 Prozent der Wohnungen, auf Gebäudeebene aber auf 2,73 Prozent. Auch das zeigt, wo sie stehen: in Ein- und Zweifamilienhäusern. Für Sie heißt das: Ob eine Wärmepumpe bei Ihnen funktioniert, hängt nicht am Bezirk und nicht am Baujahr, sondern an der Vorlauftemperatur, die Ihr Haus am kältesten Tag braucht. Bei einem Gründerzeithaus mit den großen alten Heizkörpern ist die oft niedriger als erwartet. Wir rechnen das raumweise nach, bevor irgendjemand über Geräte spricht.

Aufgeräumter Technikraum mit Wärmepumpen-Inneneinheit, Speicher und Verteiler
Aus der Praxis

Fernwärme in Berlin: die Förderung bleibt

Das ist der Punkt, um den sich die meisten Sorgen drehen, und die Antwort ist eindeutiger, als viele denken. Der Senat hat den Berliner Wärmeplan am 16. Juni 2026 beschlossen, zwei Wochen vor der bundesgesetzlichen Frist. Planungsverantwortlich ist die Senatsverwaltung, nicht die Bezirke. Entscheidend ist, was der Senat dazu selbst schreibt. Auf die Frage, ob eine Anschluss- oder Nutzungspflicht für Fernwärme bestehe, lautet die Antwort in den amtlichen Erläuterungen wörtlich: Nein, aus dem Wärmeplan resultiert kein Anschluss- und Benutzungszwang an ein Wärmenetz. Und selbst in Gebieten, die als Wärmenetzgebiet Bestand ausgewiesen sind, wird die Frage, ob man trotzdem eine eigene Heizungslösung nutzen kann, mit einem klaren Ja beantwortet. Das deckt sich mit dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes, nach dem ein Wärmeplan keine rechtliche Außenwirkung hat. Für Ihre Förderung folgt daraus alles Weitere. Die KfW schließt die Förderung einer Wärmepumpe nur dann aus, wenn eine Kommune einen Anschluss tatsächlich beschlossen und diesen Beschluss veröffentlicht hat. In Berlin gibt es einen solchen Beschluss nicht. Die Heizungsförderung der KfW steht Ihnen also offen, auch wenn Ihr Haus in einem Gebiet liegt, das im Wärmeplan als Fernwärmegebiet dargestellt ist. Stand dieser Aussage ist der 30. September 2026. Das Berliner Energiewendegesetz erlaubt dem Senat grundsätzlich, per Verordnung einen Anschlusszwang einzuführen, der sich allerdings auf Neubauten beschränken soll. Wir behalten das im Blick und prüfen vor jedem Förderantrag den aktuellen Stand für Ihr Grundstück. Ein eigenes Berliner Förderprogramm für Wärmepumpen gibt es nicht. Wer zusätzlich Photovoltaik plant, sollte SolarPLUS kennen: bis zu 4.750 Euro für den Speicher, 750 Euro pauschal für den Zählerschrank. Ein Punkt ist dabei wichtig und wird oft übersehen: SolarPLUS schließt die Förderung von Kosten aus, die bereits über die KfW gefördert werden. Wenn Sie Wärmepumpe und Photovoltaik zusammen planen, kann der Zählerschrank also entweder über SolarPLUS oder über die KfW laufen, nicht über beides. Wir rechnen beide Wege durch, bevor der erste Antrag gestellt wird. Die SolarPLUS-Richtlinie läuft Ende 2026 aus.

Netzanmeldung

Den Papierkram mit dem Netzbetreiber machen wir.

In Berlin betreibt die landeseigene Stromnetz Berlin GmbH das Stromnetz. Jede Wärmepumpe muss dort angemeldet werden, und anmelden darf nach Paragraf 13 der Niederspannungsanschlussverordnung nur ein Betrieb, der im Installateurverzeichnis eingetragen ist. Die Meldung läuft über das Kundenportal, eine Anfragenummer ist dafür zwingend. Weil die Wärmepumpe mehr als 4,2 Kilowatt aufnimmt, gilt sie zusätzlich als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach Paragraf 14a EnWG. Dafür bekommen Sie ein reduziertes Netzentgelt: Modul 1 bringt nach dem Preisblatt ab Januar 2026 rund 123 Euro netto im Jahr, Modul 2 senkt stattdessen den Arbeitspreis um 60 Prozent, braucht aber eine getrennte Messung. Treffen Sie keine Wahl, gilt zunächst Modul 1. Wir rechnen durch, was für Sie günstiger ist.

  • Anmeldung der Wärmepumpe bei Stromnetz Berlin, inklusive Rückfragen.
  • Zählerschrank, falls er erneuert werden muss, melden wir gleich mit an.
  • Förderantrag rechtzeitig vor der Auftragsvergabe, sonst entfällt der Zuschuss.
Fertig verdrahteter Zählerschrank mit Fehlerstromschutzschaltern und Platz für Erweiterungen
So läuft es ab

Von der ersten Frage bis zur laufenden Anlage.

Vier Schritte. Sie wissen an jeder Stelle, was als Nächstes passiert.

Ortstermin in Berlin

Wir sehen uns Heizung, Heizflächen und den möglichen Aufstellort an. Kostenlos und unverbindlich. Fotos vorab verkürzen den Termin.

Heizlast und Angebot

Raumweise Berechnung nach DIN EN 12831, daraus die passende Gerätegröße. Sie bekommen ein Leistungsverzeichnis mit Festpreis, jede Position einzeln.

Förderantrag und Anmeldung

Der KfW-Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein, darauf achten wir. Parallel läuft die Anmeldung beim Netzbetreiber (Stromnetz Berlin).

Montage und Einregulierung

Einbau, hydraulischer Abgleich mit VdZ-Protokoll und Einstellung der Heizkurve. Auf Wunsch danach Wartung mit Fernüberwachung.

Einsatzgebiet

In Berlin und Umgebung für Sie unterwegs.

In Berlin sind wir unter anderem in Steglitz-Zehlendorf, Reinickendorf, Treptow-Köpenick, Spandau, Pankow, Tempelhof-Schöneberg, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Neukölln und Charlottenburg-Wilmersdorf im Einsatz.

Dazu im Umland: Potsdam, Falkensee, Bernau, Oranienburg und das übrige Berliner Umland.

Planung, Auslegung und Koordination laufen bei uns in Bielefeld. Ausgeführt wird vor Ort durch eingetragene Meisterbetriebe, jedes Gewerk von einem Meister seines Fachs, der dafür unterschreibt. Die Abnahme machen wieder wir. So haben Sie einen Ansprechpartner statt fünf Firmen.

Häufige Fragen

Das werden wir in Berlin oft gefragt.

Mein Haus liegt in einem Fernwärmegebiet. Bekomme ich trotzdem Förderung?

Ja. Der Senat schreibt in den Erläuterungen zum Berliner Wärmeplan ausdrücklich, dass daraus kein Anschluss- und Benutzungszwang folgt, und beantwortet die Frage nach einer eigenen Heizungslösung im Bestandsgebiet mit Ja. Die KfW schließt die Förderung nur bei einer beschlossenen und veröffentlichten Anschlussentscheidung aus, und die gibt es in Berlin nicht. Stand 30. September 2026, wir prüfen das vor jedem Antrag erneut.

Arbeiten Sie in Berlin selbst oder über Partner?

Planung, Auslegung und Koordination laufen bei uns. Die Ausführung übernehmen eingetragene Meisterbetriebe vor Ort, jedes Gewerk von einem Meister seines Fachs, der dafür unterschreibt. Die Abnahme machen wieder wir. So haben Sie einen Ansprechpartner statt fünf Firmen.

Was bringt mir Paragraf 14a EnWG konkret?

Ein reduziertes Netzentgelt. Bei Stromnetz Berlin bringt Modul 1 nach dem Preisblatt ab Januar 2026 rund 123 Euro netto im Jahr als Pauschale. Modul 2 senkt stattdessen den Arbeitspreis um 60 Prozent, braucht aber einen eigenen Zählpunkt. Was günstiger ist, hängt von Ihrem Verbrauch ab, bei einer Wärmepumpe oft Modul 2. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Anlage im Bedarfsfall drosseln, 4,2 Kilowatt bleiben dabei immer verfügbar.

Ich plane Wärmepumpe und Photovoltaik zusammen. Worauf muss ich achten?

Auf die Reihenfolge der Anträge. SolarPLUS fördert den Zählerschrank pauschal mit 750 Euro, schließt aber Kosten aus, die über die KfW gefördert werden. Beides für dieselbe Position geht also nicht. Wir rechnen durch, welcher Weg für Sie mehr bringt, bevor der erste Antrag gestellt wird. SolarPLUS läuft Ende 2026 aus.

Mein Haus ist von 1910. Geht da eine Wärmepumpe?

Oft besser als gedacht. Ein Viertel aller Berliner Wohnungen stammt aus der Zeit vor 1919, und die Heizkörper aus dieser Zeit sind meist sehr großzügig bemessen. Genau diese Reserve braucht eine Wärmepumpe. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur am kältesten Tag, nicht das Baujahr. Das rechnen wir raumweise durch.

Ihre Anfrage

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Schreiben Sie kurz, worum es geht. Sie bekommen in der Regel innerhalb eines Werktages eine Rückmeldung. Die Einschätzung ist kostenlos und unverbindlich.

Fotos des Heizungsraums oder der Heizkörper können Sie uns anschließend per E-Mail oder WhatsApp nachreichen, das beschleunigt die Einschätzung deutlich.