Wärmepumpe in Sachsen-Anhalt

Wärmepumpe in Sachsen-Anhalt, richtig ausgelegt.

Sachsen-Anhalt ist ein Land der Einfamilienhäuser: 74 Prozent aller Wohngebäude gehören dazu. Gleichzeitig arbeiten erst 3,4 Prozent mit einer Wärmepumpe, und jedes fünfte Gebäude heizt noch mit Öl. Kaum irgendwo sonst ist der Abstand zwischen dem, was möglich wäre, und dem, was gebaut ist, so groß.

  • Heizlast raumweise nach DIN EN 12831, keine Faustformel
  • Anmeldung bei MITNETZ, Avacon oder Ihrem Stadtnetz übernehmen wir
  • Hydraulischer Abgleich mit VdZ-Protokoll für die KfW
  • Ausführung durch eingetragene Meisterbetriebe vor Ort
Luft-Wasser-Wärmepumpe auf Betonsockeln an der Hausfassade, Kiesbett unter dem Gerät
74 %der Wohngebäude in Sachsen-Anhalt sind Einfamilienhäuser
Vor Ort in Sachsen-Anhalt

Jedes fünfte Haus heizt mit Öl: die beste Ausgangslage, die es gibt

Der Blick auf die Gebäude statt auf die Wohnungen lohnt sich in Sachsen-Anhalt besonders. Auf Gebäudeebene heizen 55,9 Prozent mit Gas, aber 20,6 Prozent mit Öl. Bei den Wohnungen liegt der Ölanteil nur bei 12,6 Prozent, weil Öl vor allem in Einfamilienhäusern steckt und Fernwärme in Plattenbauten. Für Sie als Hauseigentümer ist deshalb die Gebäudezahl die richtige, und die sagt: Jedes fünfte Haus im Land heizt mit Öl. Das ist förderrechtlich die beste Ausgangslage überhaupt. Bei einer Ölheizung gewährt die KfW den Klimageschwindigkeitsbonus ohne Altersgrenze, während er bei Gas erst greift, wenn die Anlage mindestens zwanzig Jahre in Betrieb ist. Eine Bedingung gibt es: Die alte Anlage muss beim Austausch noch funktionstüchtig sein. Wer wartet, bis der Kessel steht, verliert den Bonus. Dazu kommt, dass gut die Hälfte aller Gebäude im Land vor 1950 gebaut wurde. Das klingt nach einem Hindernis, ist aber oft das Gegenteil: Heizkörper aus dieser Zeit sind meist großzügig dimensioniert, und genau diese Reserve braucht eine Wärmepumpe. Ob es bei Ihnen reicht, rechnen wir raumweise nach, bevor irgendjemand über Geräte spricht.

Technikraum mit Wärmepumpen-Inneneinheit, Pufferspeicher und gedämmten Leitungen
Aus der Praxis

Wärmeplanung und Förderung: was für Sie wirklich gilt

Sachsen-Anhalt hat die kommunale Wärmeplanung mit einem eigenen Ausführungsgesetz geregelt, das seit März 2026 gilt. Planungsverantwortlich sind die Einheits- und Verbandsgemeinden, mehrere können sich zusammentun. Nur zwei Städte im Land liegen über 100.000 Einwohnern, Magdeburg und Halle, und für beide liegen die Pläne bereits vor. Alle übrigen Gemeinden haben bis Mitte 2028 Zeit, etwa die Hälfte hat begonnen. Ein Wärmeplan ändert an Ihrer Förderung zunächst nichts. Die KfW schließt die Förderung einer Wärmepumpe nur dann aus, wenn Ihre Gemeinde einen Anschluss an ein Wärmenetz tatsächlich beschlossen und diesen Beschluss auch veröffentlicht hat. Ein als Fernwärmegebiet dargestellter Bereich genügt dafür nicht. Ob für Ihr Grundstück ein solcher Beschluss vorliegt, prüfen wir vor dem Förderantrag. Bei der Förderung hat Sachsen-Anhalt etwas, das kaum ein anderes Bundesland bietet. Die Heizungsförderung kommt zwar wie überall vom Bund über die KfW, denn ein Landeszuschuss für Wärmepumpen existiert nicht. Das Landesprogramm Sachsen-Anhalt MODERN der Investitionsbank nennt Wärmepumpen aber ausdrücklich als förderfähige Maßnahme und finanziert sie mit einem Darlehen ab 0,95 Prozent nominal, Stand Juli 2025. Bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit und Programmteil, Laufzeit bis dreißig Jahre, ein tilgungsfreies Jahr. Das Beste daran: Die Kombination mit der KfW-Förderung ist ausdrücklich vorgesehen. Der KfW-Zuschuss wird zunächst über das Darlehen vorfinanziert und nach Fertigstellung als Sondertilgung eingesetzt. Zwei Dinge sollten Sie dabei wissen: Der Antrag läuft direkt bei der Investitionsbank, nicht über Ihre Hausbank, braucht aber deren Stellungnahme. Und er muss vorliegen, bevor Sie einen Liefer- oder Leistungsvertrag abschließen. Wir sagen Ihnen rechtzeitig, was in welcher Reihenfolge passieren muss.

Netzanmeldung

Den Papierkram mit dem Netzbetreiber machen wir.

In Sachsen-Anhalt deckt MITNETZ Strom große Teile des Landes ab, Avacon den Westen, dazu kommen die Stadtnetze in Magdeburg und Halle. Jede Wärmepumpe muss beim zuständigen Betreiber angemeldet werden, und anmelden darf nur ein Betrieb, der in dessen Installateurverzeichnis eingetragen ist. Weil die Wärmepumpe mehr als 4,2 Kilowatt aufnimmt, gilt sie zusätzlich als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach Paragraf 14a EnWG, wofür es im Gegenzug ein reduziertes Netzentgelt gibt. Diesen Papierkram übernehmen wir.

  • Anmeldung der Wärmepumpe bei MITNETZ Strom und Avacon, inklusive Rückfragen.
  • Zählerschrank, falls er erneuert werden muss, melden wir gleich mit an.
  • Förderantrag rechtzeitig vor der Auftragsvergabe, sonst entfällt der Zuschuss.
Fertig verdrahteter Zählerschrank mit Fehlerstromschutzschaltern und Platz für Erweiterungen
So läuft es ab

Von der ersten Frage bis zur laufenden Anlage.

Vier Schritte. Sie wissen an jeder Stelle, was als Nächstes passiert.

Ortstermin in Sachsen-Anhalt

Wir sehen uns Heizung, Heizflächen und den möglichen Aufstellort an. Kostenlos und unverbindlich. Fotos vorab verkürzen den Termin.

Heizlast und Angebot

Raumweise Berechnung nach DIN EN 12831, daraus die passende Gerätegröße. Sie bekommen ein Leistungsverzeichnis mit Festpreis, jede Position einzeln.

Förderantrag und Anmeldung

Der KfW-Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein, darauf achten wir. Parallel läuft die Anmeldung beim Netzbetreiber (MITNETZ Strom und Avacon).

Montage und Einregulierung

Einbau, hydraulischer Abgleich mit VdZ-Protokoll und Einstellung der Heizkurve. Auf Wunsch danach Wartung mit Fernüberwachung.

Einsatzgebiet

In Sachsen-Anhalt und Umgebung für Sie unterwegs.

In Sachsen-Anhalt sind wir unter anderem in Magdeburg, Halle (Saale), Dessau-Roßlau, Wittenberg, Stendal, Halberstadt, Wernigerode, Naumburg, Bitterfeld-Wolfen und Merseburg im Einsatz.

Dazu im Umland: Altmark, Harz, Börde, Saalekreis und Anhalt.

Planung, Auslegung und Koordination laufen bei uns in Bielefeld. Ausgeführt wird vor Ort durch eingetragene Meisterbetriebe, jedes Gewerk von einem Meister seines Fachs, der dafür unterschreibt. Die Abnahme machen wieder wir. So haben Sie einen Ansprechpartner statt fünf Firmen.

Häufige Fragen

Das werden wir in Sachsen-Anhalt oft gefragt.

Arbeiten Sie in Sachsen-Anhalt selbst oder über Partner?

Planung, Auslegung und Koordination laufen bei uns. Die Ausführung übernehmen eingetragene Meisterbetriebe vor Ort, jedes Gewerk von einem Meister seines Fachs, der dafür unterschreibt. Die Abnahme machen wieder wir. So haben Sie einen Ansprechpartner statt fünf Firmen.

Fördert das Land Sachsen-Anhalt meine Wärmepumpe?

Einen Landeszuschuss gibt es nicht, die Heizungsförderung kommt vom Bund über die KfW. Das Landesprogramm Sachsen-Anhalt MODERN nennt Wärmepumpen aber ausdrücklich und finanziert sie mit einem Darlehen ab 0,95 Prozent nominal, Stand Juli 2025. Beides lässt sich kombinieren: Der KfW-Zuschuss wird über das Darlehen vorfinanziert und später als Sondertilgung eingesetzt. Den Antrag stellen Sie direkt bei der Investitionsbank, mit einer Stellungnahme Ihrer Hausbank und bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.

Ich habe noch eine Ölheizung. Lohnt sich der Umstieg?

Gerade dann. Jedes fünfte Gebäude in Sachsen-Anhalt heizt mit Öl, und bei Öl gewährt die KfW den Klimageschwindigkeitsbonus ohne Altersgrenze. Bei Gas greift er erst nach zwanzig Jahren Betriebszeit. Wichtig: Die alte Anlage muss beim Austausch noch funktionstüchtig sein. Wer wartet, bis der Kessel ausfällt, verliert den Bonus.

Mein Haus ist von vor 1950. Geht da eine Wärmepumpe?

Meistens ja. Gut die Hälfte aller Gebäude im Land ist älter als 1950, und die Heizkörper aus dieser Zeit sind oft großzügig bemessen. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern die Vorlauftemperatur, die Ihr Haus am kältesten Tag braucht. Das rechnen wir raumweise durch und sagen Ihnen ehrlich, ob und welche Heizflächen zu klein sind.

Bekomme ich in einem Fernwärmegebiet keine Förderung mehr?

Das ist so pauschal nicht richtig. Die KfW schließt die Förderung nach ihrem Merkblatt nur aus, wenn und soweit Ihre Gemeinde eine Anschlussentscheidung getroffen und transparent gemacht hat. Ein Wärmeplan allein genügt dafür nicht. Wir prüfen das für Ihr Grundstück, bevor der Antrag gestellt wird.

Ihre Anfrage

Wärmepumpe in Sachsen-Anhalt anfragen.

Schreiben Sie kurz, worum es geht. Sie bekommen in der Regel innerhalb eines Werktages eine Rückmeldung. Die Einschätzung ist kostenlos und unverbindlich.

Fotos des Heizungsraums oder der Heizkörper können Sie uns anschließend per E-Mail oder WhatsApp nachreichen, das beschleunigt die Einschätzung deutlich.