Rohbau in Bielefeld, auf geprüftem Baugrund.
Im Süden Sand, im Rest Löss und Fels: In Bielefeld entscheidet der Stadtteil über die Gründung. Wir klären den Baugrund, bevor wir kalkulieren, und sagen Ihnen vorher, was auf Sie zukommt.
- Baugrund geklärt, bevor kalkuliert wird
- Abdichtung nach DIN 18533, passend zum Lastfall
- Baugrube nach DIN 4124, mit Nachweis wo nötig
- Sand oder Löss: wir prüfen, was bei Ihnen ansteht
Sand im Süden, Löss und Fels im Rest
Bielefeld liegt geologisch auf zwei sehr verschiedenen Untergründen. Im Süden, in Senne und Sennestadt, stehen Sande, stellenweise bis dreißig Meter mächtig. Der Rest der Stadt liegt im Ostwestfälischen Hügelland mit Löss und Festgestein. Das Erstaunliche daran: Sand trägt nach ordentlicher Verdichtung gut bis sehr gut, Löss dagegen gilt amtlich als nur mäßig tragfähiger Baugrund. Wer einen sandigen Bauplatz hat, ist also besser dran, als er denkt. Das Hauptrisiko im Sandbereich ist nicht die Tragfähigkeit, sondern das Grundwasser.
Warum Sand der bessere Baugrund ist als Löss
Die meisten erwarten das Gegenteil, aber die amtlichen Baugrund-Steckbriefe sind eindeutig. Sand ist ein körniger Boden: Er lässt sich verdichten, das Wasser läuft ab, und er setzt sich gleichmäßig. Nach ordentlicher Verdichtung ist er gut bis sehr gut tragfähig. Löss dagegen ist ein bindiger Boden aus sehr feinen Partikeln. Er hält Wasser, neigt zu Staunässe und ist frostempfindlich. Bei Feuchtigkeit verliert er an Festigkeit, und er setzt sich ungleichmäßig. Genau das erzeugt Risse im Mauerwerk. Für die Gründung heißt das: Im Sandbereich geht es vor allem um die Verdichtung und um das Grundwasser. Im Lössbereich um die Gründungstiefe, die Frostfreiheit und die Entwässerung. Beides muss man wissen, bevor der Bagger kommt, nicht danach. Dazu kommt in Bielefeld: Elf Prozent des Stadtgebiets sind Wasserschutzgebiet, und im Sennestädter Süden ist ein Grundwasseranstieg Thema im Rat. Das gehört in jede Planung eines Kellers. Ein Hinweis noch: Die Bodenklassen 1 bis 7 gibt es seit der VOB/C 2016 nicht mehr, heute gilt die Beschreibung als Homogenbereich nach DIN 18300. Steht das in einem Angebot noch anders, ist es vertraglich angreifbar.
Was im Boden steckt, klären wir vorher.
Erdfälle sind für Bielefeld amtlich dokumentiert. Sie hängen hier mit den Gesteinen des Hügellandes zusammen, in denen lösliche Schichten vorkommen. Im Sennebereich im Süden ist die Lage anders: Dort liegen mächtige Sande, dafür steht das Grundwasser hoch. Der heikle Punkt ist überall derselbe: Diese Senken sind durch Lockersedimente eingeebnet und an der Oberfläche meist nicht zu sehen. Ein Grundstück, das eben aussieht, kann trotzdem betroffen sein. Prüfen lässt sich das beim Geologischen Dienst NRW. Die kostenlose Auskunft im 500-Meter-Raster gibt einen ersten Hinweis, ein Detailgutachten kostet rund 60 Euro. Bei einem Neubau oder größeren Anbau lohnt sich das immer, gemessen an dem, was ein nachträglicher Schaden kostet.
Erst den Boden kennen, dann kalkulieren.
Ortstermin und Baugrund
Wir sehen uns das Grundstück an und prüfen, was an Unterlagen vorliegt. Fehlt ein Baugrundgutachten, sagen wir das und empfehlen eins, bevor kalkuliert wird.
Planung und Angebot
Gründung, Abdichtung und Baugrube passend zum tatsächlichen Baugrund. Der Boden wird als Homogenbereich beschrieben, nicht mit veralteten Bodenklassen.
Ausführung
Aushub, Gründung, Abdichtung und Rohbau. Jeder Bauabschnitt wird fotografiert, bevor er verdeckt wird. Die Bilder bekommen Sie.
In Bielefeld und Umgebung für Sie unterwegs.
In Bielefeld sind wir unter anderem in Mitte, Brackwede, Schildesche, Heepen, Stieghorst, Sennestadt, Senne, Gadderbaum, Dornberg und Jöllenbeck im Einsatz.
Dazu im Umland: Halle (Westf.), Steinhagen, Werther, Gütersloh, Herford und Bad Salzuflen. Unser Sitz ist in Bielefeld, Auf dem Busch 52.
Das werden wir in Bielefeld oft gefragt.
Ist mein Grundstück in Bielefeld von Erdfällen betroffen?
Das lässt sich prüfen. Der Geologische Dienst NRW gibt kostenlos Auskunft im 500-Meter-Raster, ein Detailgutachten kostet rund 60 Euro. Sichtbar ist es an der Oberfläche meist nicht, weil die Senken durch Lockersedimente eingeebnet sind. Bei einem Neubau empfehlen wir die Abfrage immer.
Was kostet der Rohbau?
Das hängt an Größe, Gründung und Baugrund. Seriös lässt sich das erst sagen, wenn klar ist, was im Boden steckt. Deshalb steht bei uns die Baugrunduntersuchung vor dem Angebot und nicht der Nachtrag dahinter.
Muss ich mir wegen Radon Sorgen machen?
Nein. In Nordrhein-Westfalen ist keine Gemeinde als Radonvorsorgegebiet ausgewiesen. Die allgemeine Schutzpflicht ist erfüllt, wenn der Keller normgerecht nach DIN 18533 abgedichtet ist, und das machen wir ohnehin.
Arbeiten Sie mit Bodenklassen?
Nein, die wurden 2016 durch Homogenbereiche nach DIN 18300 ersetzt. Wir beschreiben den Baugrund so, wie es heute vorgegeben ist.
Rohbau in Bielefeld anfragen.
Schreiben Sie kurz, worum es geht. Sie bekommen in der Regel innerhalb eines Werktages eine Rückmeldung. Die Einschätzung ist kostenlos und unverbindlich.