Rohbau in Lemgo

Rohbau in Lemgo, auf geprüftem Baugrund.

Das Lemgoer Talbecken ist beim Geologischen Dienst eine eigene Einheit, mit eigenen Bodenverhältnissen. Dazu kommt in der Altstadt die Nachbarbebauung. Beides gehört geklärt, bevor der Bagger anrückt.

  • Baugrund geklärt, bevor kalkuliert wird
  • Abdichtung nach DIN 18533, passend zum Lastfall
  • Baugrube nach DIN 4124, mit Nachweis wo nötig
  • Unterfangung und Beweissicherung nach DIN 4123
Angeliefertes Material auf der Baustelle
ca. 35 kmvon Bielefeld nach Lemgo
Vor Ort in Lemgo

Eigene geologische Einheit, dazu Denkmalschutz

Lemgo hat beim Geologischen Dienst eine eigene Einheit: das Lemgoer Talbecken. Das ist keine Randnotiz, sondern bedeutet andere Bodenverhältnisse als im umgebenden Hügelland. Erdfälle sind dokumentiert, und Teile des Stadtgebiets liegen im Heilquellenschutzgebiet Bad Salzuflen. Dazu kommt in der Altstadt der Denkmalschutz, der bei Eingriffen in den Baugrund eine eigene Rolle spielt.

Fundament wird mit der Wasserwaage ausgerichtet
Aus der Praxis

Bauen im Bestand: Nachbarbebauung und Unterfangung

In einer historischen Altstadt steht kein Gebäude allein. Wer dort eine Baugrube aushebt, berührt fast immer die Gründung des Nachbarn. Die DIN 4123 regelt das: Sie schreibt vor, wie nah an ein bestehendes Gebäude ausgehoben werden darf, ab wann eine Unterfangung nötig ist und wie sie ausgeführt wird. In der Regel gilt: Liegt die neue Gründungssohle tiefer als die des Nachbargebäudes, muss unterfangen werden. Dazu kommt die Beweissicherung. Vor Beginn wird der Zustand des Nachbargebäudes dokumentiert, mit Fotos und einem Protokoll der vorhandenen Risse. Das schützt beide Seiten: Sie vor unberechtigten Forderungen, den Nachbarn vor echten Schäden. In historischer Bausubstanz kommt hinzu, dass die alten Fundamente oft flacher und unregelmäßiger sind als erwartet. Das muss man vorher erkunden, nicht beim Ausheben. Ein Hinweis noch: Die Bodenklassen 1 bis 7 gibt es seit der VOB/C 2016 nicht mehr, heute gilt die Beschreibung als Homogenbereich nach DIN 18300. Steht das in einem Angebot noch anders, ist es vertraglich angreifbar.

Baugrund

Was im Boden steckt, klären wir vorher.

Für Lemgo sind Erdfälle amtlich dokumentiert. Das Lemgoer Talbecken ist eine eigene geologische Einheit, in der lösliche Schichten unter den Lockersedimenten liegen. Der heikle Punkt ist überall derselbe: Diese Senken sind durch Lockersedimente eingeebnet und an der Oberfläche meist nicht zu sehen. Ein Grundstück, das eben aussieht, kann trotzdem betroffen sein. Prüfen lässt sich das beim Geologischen Dienst NRW. Die kostenlose Auskunft im 500-Meter-Raster gibt einen ersten Hinweis, ein Detailgutachten kostet rund 60 Euro. Bei einem Neubau oder größeren Anbau lohnt sich das immer, gemessen an dem, was ein nachträglicher Schaden kostet.

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Ablauf

Erst den Boden kennen, dann kalkulieren.

Ortstermin und Baugrund

Wir sehen uns das Grundstück an und prüfen, was an Unterlagen vorliegt. Fehlt ein Baugrundgutachten, sagen wir das und empfehlen eins, bevor kalkuliert wird.

Planung und Angebot

Gründung, Abdichtung und Baugrube passend zum tatsächlichen Baugrund. Der Boden wird als Homogenbereich beschrieben, nicht mit veralteten Bodenklassen.

Ausführung

Aushub, Gründung, Abdichtung und Rohbau. Jeder Bauabschnitt wird fotografiert, bevor er verdeckt wird. Die Bilder bekommen Sie.

Einsatzgebiet

In Lemgo und Umgebung für Sie unterwegs.

In Lemgo sind wir unter anderem in Altstadt, Brake, Lieme, Hörstmar, Entrup, Kirchheide, Leese, Matorf-Kirchheide, Wahmbeck und Wiembeck im Einsatz.

Dazu im Umland: Bad Salzuflen, Lage, Detmold, Kalletal, Dörentrup, Barntrup und Extertal. Unser Sitz ist in Bielefeld, Auf dem Busch 52.

Häufige Fragen

Das werden wir in Lemgo oft gefragt.

Mein Nachbarhaus steht direkt an der Grenze. Geht das?

In der Regel ja, aber es braucht Vorbereitung. Nach DIN 4123 ist zu prüfen, ob eine Unterfangung nötig ist, und vor Beginn gehört eine Beweissicherung dazu: Fotos und ein Protokoll der vorhandenen Risse. Das schützt Sie vor späteren Forderungen.

Was kostet der Rohbau?

Das hängt an Größe, Gründung und Baugrund. Seriös lässt sich das erst sagen, wenn klar ist, was im Boden steckt. Deshalb steht bei uns die Baugrunduntersuchung vor dem Angebot und nicht der Nachtrag dahinter.

Muss ich mir wegen Radon Sorgen machen?

Nein. In Nordrhein-Westfalen ist keine Gemeinde als Radonvorsorgegebiet ausgewiesen. Die allgemeine Schutzpflicht ist erfüllt, wenn der Keller normgerecht nach DIN 18533 abgedichtet ist, und das machen wir ohnehin.

Arbeiten Sie mit Bodenklassen?

Nein, die wurden 2016 durch Homogenbereiche nach DIN 18300 ersetzt. Wir beschreiben den Baugrund so, wie es heute vorgegeben ist.

Ihre Anfrage

Rohbau in Lemgo anfragen.

Schreiben Sie kurz, worum es geht. Sie bekommen in der Regel innerhalb eines Werktages eine Rückmeldung. Die Einschätzung ist kostenlos und unverbindlich.

Pläne oder ein vorhandenes Baugrundgutachten können Sie uns anschließend per E-Mail oder WhatsApp nachreichen, das beschleunigt die Einschätzung deutlich.