Rohbau in Herford, auf geprüftem Baugrund.
Löss über Festgestein, dazu dokumentierte Erdfallgebiete: Der Herforder Baugrund verlangt eine ordentliche Gründung und eine Abdichtung, die zum Lastfall passt. Beides klären wir vorher, nicht als Nachtrag.
- Baugrund geklärt, bevor kalkuliert wird
- Abdichtung nach DIN 18533, passend zum Lastfall
- Baugrube nach DIN 4124, mit Nachweis wo nötig
- Erdfall-Abfrage beim Geologischen Dienst inklusive
Löss über Fels, dazu Heilquellenschutz
Herford liegt im Ostwestfälischen Hügelland. Typisch ist Löss über Festgestein. Löss gilt amtlich als nur mäßig tragfähiger Baugrund: Er hält Wasser, neigt zu Staunässe und ist frostempfindlich. Dazu kommt: Erdfälle sind hier dokumentiert, und Teile des Stadtgebiets liegen im Heilquellenschutzgebiet Bad Salzuflen. Beides sollte man vor dem ersten Spatenstich abgefragt haben.
Gründung im Löss: worauf es ankommt
Löss ist ein bindiger Boden aus sehr feinen Partikeln, ursprünglich vom Wind abgelagert. Trocken ist er standfest, feucht verliert er deutlich an Festigkeit. Drei Dinge folgen daraus. Erstens die Gründungstiefe: Das Fundament muss frostfrei liegen, in unserer Region also mindestens achtzig Zentimeter tief. Bei frostempfindlichem Boden wird daraus schnell mehr. Zweitens die Entwässerung: Staunässe am Fundament ist bei Löss die Hauptursache für spätere Schäden. Eine Dränung nach DIN 4095 und eine ordentliche Abdichtung nach DIN 18533 sind hier kein Luxus. Drittens die Baugrubenböschung: Nach DIN 4124 darf eine Baugrube in bindigem Boden ohne Nachweis höchstens sechzig Grad geneigt sein, in Sand nur fünfundvierzig. Senkrechte Wände sind nur bis 1,25 Meter zulässig. Das bestimmt, wie viel Platz die Baugrube braucht, und damit oft auch, ob ein Verbau nötig wird. Ein Hinweis noch: Die Bodenklassen 1 bis 7 gibt es seit der VOB/C 2016 nicht mehr, heute gilt die Beschreibung als Homogenbereich nach DIN 18300. Steht das in einem Angebot noch anders, ist es vertraglich angreifbar.
Was im Boden steckt, klären wir vorher.
Für Herford sind Erdfälle amtlich dokumentiert. Das Stadtgebiet liegt im Ostwestfälischen Hügelland, teils im Einzugsbereich der Auslaugungszone, die sich von Bad Salzuflen her erstreckt. Der heikle Punkt ist überall derselbe: Diese Senken sind durch Lockersedimente eingeebnet und an der Oberfläche meist nicht zu sehen. Ein Grundstück, das eben aussieht, kann trotzdem betroffen sein. Prüfen lässt sich das beim Geologischen Dienst NRW. Die kostenlose Auskunft im 500-Meter-Raster gibt einen ersten Hinweis, ein Detailgutachten kostet rund 60 Euro. Bei einem Neubau oder größeren Anbau lohnt sich das immer, gemessen an dem, was ein nachträglicher Schaden kostet.
Erst den Boden kennen, dann kalkulieren.
Ortstermin und Baugrund
Wir sehen uns das Grundstück an und prüfen, was an Unterlagen vorliegt. Fehlt ein Baugrundgutachten, sagen wir das und empfehlen eins, bevor kalkuliert wird.
Planung und Angebot
Gründung, Abdichtung und Baugrube passend zum tatsächlichen Baugrund. Der Boden wird als Homogenbereich beschrieben, nicht mit veralteten Bodenklassen.
Ausführung
Aushub, Gründung, Abdichtung und Rohbau. Jeder Bauabschnitt wird fotografiert, bevor er verdeckt wird. Die Bilder bekommen Sie.
In Herford und Umgebung für Sie unterwegs.
In Herford sind wir unter anderem in Altstadt, Radewig, Neuer Markt, Stiftberg, Elverdissen, Falkendiek, Schwarzenmoor, Diebrock und Laar im Einsatz.
Dazu im Umland: Hiddenhausen, Enger, Spenge, Bünde, Löhne, Vlotho und Kirchlengern. Unser Sitz ist in Bielefeld, Auf dem Busch 52.
Das werden wir in Herford oft gefragt.
Was bedeutet das Heilquellenschutzgebiet für mein Bauvorhaben?
Teile von Herford liegen im Schutzgebiet Bad Salzuflen. Dort sind Bohrungen und tiefe Baugruben eingeschränkt, in den inneren Zonen teils genehmigungspflichtig. Für einen normalen Hausbau mit Keller ist das meist unproblematisch, bei Erdwärmesonden dagegen entscheidend. Wir prüfen die Lage Ihres Grundstücks vor der Planung.
Was kostet der Rohbau?
Das hängt an Größe, Gründung und Baugrund. Seriös lässt sich das erst sagen, wenn klar ist, was im Boden steckt. Deshalb steht bei uns die Baugrunduntersuchung vor dem Angebot und nicht der Nachtrag dahinter.
Muss ich mir wegen Radon Sorgen machen?
Nein. In Nordrhein-Westfalen ist keine Gemeinde als Radonvorsorgegebiet ausgewiesen. Die allgemeine Schutzpflicht ist erfüllt, wenn der Keller normgerecht nach DIN 18533 abgedichtet ist, und das machen wir ohnehin.
Arbeiten Sie mit Bodenklassen?
Nein, die wurden 2016 durch Homogenbereiche nach DIN 18300 ersetzt. Wir beschreiben den Baugrund so, wie es heute vorgegeben ist.
Rohbau in Herford anfragen.
Schreiben Sie kurz, worum es geht. Sie bekommen in der Regel innerhalb eines Werktages eine Rückmeldung. Die Einschätzung ist kostenlos und unverbindlich.